Zwangsarbeit
Am 18. September wurde an unserer Schule die Ausstellung einer Forschergruppe über die Zwangsarbeit in Radebeul, Sachsen und dem Deutschen Reich im Mehrzweckraum des Weinberg-Anbaus eröffnet. Obgleich uns als Geschichts-LK im Gegensatz zu den anderen Zuhörern*innen keine Wahl blieb, waren wir nicht minder interessiert am Thema, denn wie schon die Einleitung des Abends ergab, sucht eine derart umfassende Aufschlüsselung der Zwangsarbeit im Elbtal seinesgleichen.

In monatelanger Detailarbeit haben die Forschenden versucht, unter anderem dem Radebeuler Stadtarchiv seine letzten Geheimnisse zu entlocken. Da die deutsche Bürokratie bis in die letzten Kriegstage nicht versagte, lassen sich noch heute die Spuren sowjetischer, französischer und polnischer Kriegsgefangener und Zivilarbeiter*innen nachvollziehen – vom Weinbau über die Chemie-Fabrikation bis zur Schwerindustrie an den Elbauen im Westen Radebeuls: Ohne diese Arbeitskraft wäre der deutscher Aggressionskrieg und seine ihm immanente menschenverachtende Ideologie schon viel früher gescheitert.

Das Ergebnis wird zunächst im Anbau des Weinberghauses auf A2- Tafeln präsentiert und wandert dann in die Räume des Kulturbahnhofs in Radebeul Ost an der Sidonienstraße. Unentgeltlich und ansprechend aufbereitet sei jeder/jedem Schüler*in der Besuch nahegelegt.

Maximilian Strobl für den LK Geschichte 12

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