Write For Rights

Frau Kocyba teilte dem Englisch-Leistungskurs zwei des Jahrgangs elf vor ein paar Tagen mit, dass sie sich zwar sehr auf ihre verdienten Ferien freue, aber trotzdem ein Problem habe. Denn andere Menschen werden zeitgleich zu unserem Weihnachtsfest vom Schicksal schwer getroffen, und da einfach so tatenlos zuzusehen, ist nicht einfach. Also machte sie uns den Vorschlag, and einem Briefmarathon der NGO ‘Amnesty International’ teilzunehmen.Dieser funktioniert nach folgendem System: Es stehen verschiedene Menschen von unterschiedlicher Herkunft zur Wahl, die sich aufgrund ihrer Handlungen oder ihres Aussehens ungerechtfertigt in Not befindet. Nun haben die Briefeschreiber die Möglichkeit, sich von dieser Gruppe jemanden herauszusuchen, und ihn mit einem oder mehreren Briefen zu unterstützen. Der Kurs fand diese Möglichkeit sehr gut und war bereit, diese umzusetzen.

Deswegen trafen wir uns am 20. Dezember und begannen, in der eigentlich geplanten Weihnachtsstunde, unsere Briefe für die jeweilige Person (natürlich auf Englisch) zu verfassen. Wir konnten wählen, ob wir einen Brief an den betroffenen Menschen oder an deren Machthaber schickten. So hatten wir die Möglichkeit, emotionalen Rückhalt zu bieten und aktiv dem Schutz von Opfern beizutragen. Staatsoberhäupte lesen nicht jeden einzelnen Brief, der von Amnesty International bei ihnen ankommt. Doch die alleinige Menge an Post kann schon so überwältigend sein, dass sie Strafmilderung, besseren Schutz oder sogar Freiheit verursacht. Nachdem wir alle unsere Briefe vollendet hatten, nahm Frau Kocyba diese mit und sendete sie an die NGO.

Wir hoffen, dass wir euch durch diese Aktion auch eventuell zur Teilnahme an gemeinnützigen Projekten animieren können.

Text von Luisa Zschippang, Foto von Emma Strobl

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